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Hörbuch hören im Zug, unter den Augen einer irritierten Mitreisenden: »Bis mir plötzlich auffiel, dass ich kicherte. Natürlich kicherte ich, das war nämlich gerade ein ziemlich witziger Satz gewesen, da in dem Hörbuch. Ich fokussierte meine Aufmerksamkeit auf mein Benehmen anstatt auf mein Aussehen und stellte fest, dass ich, ganz so als würde ich einem leibhaftigen Erzähler zuhören, meine Mimik entsprechend der Geschichte änderte, von Stirnrunzeln bei rätselhaften Ereignissen über ein wissendes Mundverziehen bis hin zum Kichern, das der armen verängstigten Frau wohl den Rest gegeben haben musste. Sie hielt mich bestimmt für einen hoffnungslosen Fall aus der Nervenklinik. Bei Stellen, an denen ich der nicht mehr ganz so vertrauten Sprache nicht ganz folgen konnte, ertappte ich mich dabei, mit hängender Unterlippe in die Luft zu starren - vermutlich der grenzdebilste Ausdruck, den jemand mit durchschnittlichem IQ überhaupt im Gesicht haben kann.« [weiterlesen bei der Chronistin]. Passiert auch beim Telefonieren mit Headset: der mit hohlem Grinsen ins Nichts geredete Monolog, der bisher gemeinhin einen Irren kennzeichnet, ist Alltag geworden. Lustiger ist das in Italien: dort rudern sie mit beiden Händen, während sie in die Luft sprechen - ein Headset ist für einen Italiener wie eine Entfesselung. |
bisschen Senf dazu?
von
am 24. Mar
um 10:45 Uhr
Mit der Zunahme von 3G Mobiltelephonen wird es irgendwann ein Kamera-Headset geben. Das wird dann an Stirn oder Brille montiert und am ausfaltbaren Stehstengel ca. 40cm vor der Nase des Users des platziert. In der italienischen Version 70cm. von Karl
am 24. Mar
um 10:47 Uhr
Danke, der zugehörige Hermann steht am kommenden Montag hier bei IT&W! von
am 24. Mar
um 10:52 Uhr
Sehr schön und absolut nachvollziehbar :-) Ich fahre täglich je 1h mit dem ICE und mein, mit Hörbüchern vollgestopfter iPod ist ein treuer Begleiter geworden. Ich vertraue dann schon darauf, dass meine lieben Mitreisenden so intelligent sind, zu erkennen, dass ich der holden Kunst fröhne und meine nonverbalen Achterbahn der Gefühls- bzw. Gesichtsausdrücke nicht persönlich nehmen. Und wenn...so what.
von
am 24. Mar
um 12:23 Uhr
Das im Zugabteil ist mir schon vor Jahrzehnten passiert… ;-)
Allerdings setzten sie eine kulturelle Fertigkeit voraus, die im Hoerbuchzeitalter
Mit Musik war das immer schon etwas schwieriger (wer moechte schon
von Karl
am 24. Mar
um 13:13 Uhr
@Gerhard: ja, ich erinnere mich. Und eMail ging damals auch noch anders…
von
am 24. Mar
um 16:01 Uhr
:o) von
am 27. Mar
um 21:22 Uhr
@Karl
von Karl
am 28. Mar
um 8:39 Uhr
Mit 15 (jaja, damals) hab ich im Bus mein erstes MAD gelesen. Aus einem Schmunzeln wurde Kichern, Prusten und lautes Lachen. Da ich mich nicht dazu durchringen konnte das Heft einfach geschlossen zu halten, wand ich mich etwa 20 Kilometer geiernd und glucksend auf meinem Sitz. Offensichtlich war das Ganze ansteckend. Zuerst prustete eine junge Dame, zwei Reihen hinter mir mit. Nach und nach fielen weitere Insassen mit ein. Als ich endlich mit tränenden Augen und Seitenstechen ausstieg, war der halbe Bus in Heiterkeit aufgelöst. Nur der kölsche Busfahrer hatte die ganze Zeit grimmig und fassungslos in den Rückspiegel geschaut. zurück zu IT&W
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